Schematherapie
Die Schematherapie ist eine Form der Psychotherapie, die entwickelt wurde, um tief verwurzelte, problematische Muster (Schemata) zu erkennen und zu verändern. Diese entstehen oft in der Kindheit und beeinflussen unser Denken und Verhalten im Erwachsenenalter. Das Hauptziel ist es, den "Gesunden Erwachsenen"-Modus zu stärken, um schädliche Muster zu steuern und gesunde Wege zur Bedürfnisbefriedigung zu finden.
1. Schemata
Tief verwurzelte Muster aus Erinnerungen, Emotionen und Überzeugungen, die sich durch wiederholte negative Erfahrungen bilden.
2. Modi (Zustände)
Verschiedene Rollen, die eine Person einnehmen kann. Sie spiegeln unterschiedliche Schemata wider und lenken unser Verhalten.
3. Verletztes Kind
Ein Kindmodus, in dem man sich allein, verletzt, verängstigt oder nicht geliebt fühlt.
4. Wütendes & Impulsives Kind
Fühlt sich wütend und frustriert wegen unerfüllter Bedürfnisse oder will sofortige Befriedigung ohne Rücksicht auf Regeln.
5. Glückliches Kind
Ein positiver Kindmodus: Man fühlt sich sicher, geborgen, geliebt und zufrieden, wenn alle Grundbedürfnisse erfüllt sind.
6. Strafender Elternteil
Ein verinnerlichter Modus, der die eigene Person oder andere extrem hart, kritisch und unerbittlich bestraft.
7. Fordernder Elternteil
Hat extrem hohe Erwartungen, setzt einen permanent unter Druck und fordert ständige Perfektion.
8. Bewältigung: Unterwerfung
Gibt nach, um Konflikte um jeden Preis zu vermeiden, und ignoriert dabei völlig die eigenen Bedürfnisse.
9. Bewältigung: Vermeidung
Flieht vor schmerzhaften Gefühlen oder Situationen, oft durch emotionale Distanzierung oder Ablenkung.
10. Bewältigung: Überkompensation
Versucht, innere Schwächen durch extremes Verhalten wie Arroganz, Aggression oder starken Kontrollzwang zu überdecken.
11. Der Gesunde Erwachsene
Löst Probleme, sorgt gut für sich selbst und balanciert die anderen Modi aus. Die Stärkung dieses Modus ist das Ziel der Therapie.